Wiener Schnitzel
Wiener Schnitzel ist paniertes Kalbsschnitzel und gehört zu den bekanntesten Klassikern der österreichischen Küche.
Das Original wird ausschließlich mit Kalbfleisch zubereitet. Wenn du im Restaurant Schnitzel Wiener Art liest, steckt Schwein, Pute oder Hähnchen drin. Die Bezeichnung schützt also die Qualität für den Gast.
Den Reiz macht die goldgelb gebackene, gewellte Panade aus Mehl, Ei und Semmelbrösel. Das Geheimnis ist nicht die Zutatenliste, sondern die Technik: Schwimmend in heißem Öl ausbraten, dabei die Pfanne schwenken. Köche nennen das Soufflieren. So entsteht die typische Welle in der Panade, die das echte Wiener Schnitzel von einem flachen Schnitzel unterscheidet.
Im Beitrag findest du die ganze Anleitung mit Profi-Tipps zum Fleisch, zur Panade, zur Soufflieren-Technik und zum richtigen Fett. Plus die häufigsten Fehler, die ich nach 35 Jahren Kochpraxis aus jeder Schnitzel-Pfanne kenne. Ich wünsche dir gutes Gelingen.
Wichtiges im Blick
Original = Kalb: Wiener Schnitzel ist immer vom Kalb. Schnitzel Wiener Art bedeutet Schwein, Pute oder Hähnchen.
Fleisch-Dicke 5 bis 7 Millimeter: Vom Metzger schneiden lassen, dann zu Hause zwischen Folie auf gleichmäßige Dicke klopfen.
Drei Schalen, drei Schichten: Mehl, gewürztes Ei, Semmelbrösel. Die Reihenfolge ist nicht verhandelbar.
Schwimmend ausbraten: 1 bis 1,5 Finger hoch Öl in einer hohen Pfanne. Nur so kann die Panade beim Schwenken Wellen werfen.
Neutrales Öl, kein Butterschmalz: Raffiniertes Rapsöl, Sonnenblumenöl oder Maiskeimöl. Butterschmalz macht das Schnitzel süßlich, das ist nicht jedermanns Sache.
Beilagen zuerst, Schnitzel zuletzt: Kartoffelsalat oder Petersilienkartoffeln vorbereiten. Das Schnitzel kommt ungeduldig direkt aus der Pfanne auf den Teller.
Wiener Schnitzel
| Kochlevel: | Schwer |
| Portionen: | 2 |
| Kalorien: | 537 |
| Vorbereitungszeit: | 40 Min. |
| Zubereitungszeit: | 20 Min. |
| Zeit gesamt: | 60 Min. |
| Kategorie: | Fleisch Rezepte |

Zutaten
Wiener Schnitzel
2 Stück Kalbsschnitzel
100 g Weizenmehl
2 Stück Eier
2 Prisen Paprika edelsüß
2 EL Sahne
140 g Semmelbrösel
300 ml Rapsöl
60 g Nussbutter
Dekoration
1/2 Stück Bio-Zitrone
Küchen-Arbeitsgeräte zu diesem Rezept:
- Arbeitsschüsseln
- Bratpfanne
- Fleischklopfer
Entdecke alle Küchen-Arbeitsgeräte die ich als Koch empfehle.
Anleitung
Zubereitungsschritt 1Beilage
Nach Wunsch eine Wiener Schnitzel Beilage zubereiten.

Schnitzelfleisch klopfen
Kalbsschnitzel zwischen Frischhaltefolie gelegt klopfen, mit Salz und Pfeffer würzen.
Köche verwenden dafür ein Plattiereisen.
Der Topfboden einer Stielkasserolle erweist ebenso gute Dienste.
Der klassische Schnitzelklopfer ist bei Feinschmeckern zweite Wahl!

Schnitzel mehlieren
Panierstraße zum Schnitzel panieren vorbereiten:
–> Schüsseln mit Mehl
–> Schüssel mit Paniermehl
–> Eine Schüssel für die Eier vorbereiten.
Die Eier aufschlagen und mit Salz, Pfeffer, Paprika edelsüß und Sahne mit der Gabel verquirlen.
Dann das Schnitzel als erstes beidseitig in Mehl wenden und leicht andrücken…

Schnitzel Ei
Das mehlierte Schnitzel beidseitig durch das Ei ziehen.

Semmelbrösel panieren
Dann das Schnitzel unmittelbar in die Semmelbrösel legen, wenden und durch sanftes Andrücken panieren.

Schnitzel ausbacken
Die Teller zum Servieren bei 100°C Heißluft warm stellen. Alternativ die Mikrowelle verwenden.
Eine Pfanne mit Rapsöl erhitzen und die panierten Schnitzel gefühlvoll schwenkend beidseitig goldgelb ausbacken.
–> Das Schnitzel darf im Fett schwimmen.
–> Die gewellte Panade entsteht durch das Schwenken, soufflieren genannt.

Butter schwenken
Die Pfanne auswischen und die Butter in der heißen Pfanne aufschäumen lassen.
Du kannst die Butter auch leicht bräunen und dann durch ein Haarsieb passieren.
Die Butter leicht mit Salz würzen.
Das zuvor in Fett schwimmend gebackene Schnitzel in der Butter schwenken und mit Butter übergießen.

Zitrone vorbereiten
Zitronenstern oder Zitronenviertel mit einem passenden Office- Messer ausstechen bzw. schneiden.
Preiselbeeren vorbereiten, etwas Petersilie für den Kartoffelsalat fein schneiden.

Anrichten
Die gebackenen Wiener Schnitzel auf die vorgewärmten Teller anrichten.
Mit den gewünschten Beilagen und Zitrone servieren.
Ich wünsche dir einen guten Appetit!

Ein Rezept ist ein Anfang. Verständnis macht dich unabhängig.
In Kochen mit System zeige ich dir, wie du Abläufe steuerst, Fehler erkennst und mit Klarheit kochst – statt nur Schritte abzuarbeiten.
Bleib mit mir am Herd:
Kochen Mit System entdecken für nur 24 € pro JahrDie Angaben zu Mehl und Semmelbrösel sind Richtwerte, bitte beide Zutaten in ausreichenden Mengen bereitstellen, damit das Panieren leicht zur Hand geht.
Video
Fett gesamt 31 g 40 %∗; davon gesättigte Fettsäuren 7 g 35 %∗; Cholesterin 225 mg 75 %∗; Natrium 565 mg 25 %∗; Kohlenhydrate gesamt 15 g 5 %∗; davon Ballaststoffe 1 g 4 %∗; davon Zucker 1 g; Eiweiß 46 g; Kalium 616 mg 13 %∗.
∗ Prozent des Tagesbedarfs auf Grundlage einer täglichen Energiezufuhr von 2.000 Kalorien. Der tatsächliche Bedarf kann individuell höher oder niedriger sein.
Das Original ist immer vom Kalb
Wer ein Wiener Schnitzel bestellt, bekommt Kalbfleisch. So einfach ist das. Die Bezeichnung ist in Österreich fachlich geschützt, in Deutschland und der Schweiz im Gastronomie-Sprachgebrauch genauso üblich. Steht im Restaurant Schnitzel Wiener Art auf der Karte, kannst du Schwein, Pute oder Hähnchen erwarten. Das ist nicht schlechter, nur etwas anderes.
Warum Kalbfleisch: Kalbfleisch ist mager, feinfaserig und mild im Geschmack. Die feine Struktur lässt sich gut dünn klopfen, ohne zu reißen. Beim Braten bleibt das Fleisch zart und saftig, weil es weniger Bindegewebe als ältere Tiere hat.
Welches Teilstück: Klassisch nimmst du Kalbsoberschale oder Kalbsunterschale. In Österreich heißt das Stück Kalbs-Fricandeau, in der Schweiz Kalbs-Unterstück oder Kalbs-Unterspälte. Wenn der Metzger fragt, sag einfach Schnitzelfleisch vom Kalb für ein Wiener Schnitzel, dann weiß er Bescheid.
| Bezeichnung | Fleisch Art | Teilstück(e) |
| Original Wiener Schnitzel | Kalbfleisch | Oberschale, Unterschale, Rücken, Filet |
| Mailänder Schnitzel | Kalbfleisch | Kalbskotelett |
| Schnitzel Wiener Art | Hähnchen, Schweinefleisch, Putenfleisch, Wildfleisch: Hirsch, Reh, Wildschwein | Brust und andere Kurzbratstücke |
| Vegetarisches Schnitzel Wiener Art | Räuchertofu, Tofu, Seitan, Lupinien Schnitzel, Gemüseschnitzel auf Kartoffelbasis. | #schnitzelohnetier |
Schweinefleisch als Alternative: Wer Schwein bevorzugt, nimmt Schweineschnitzel aus der Oberschale. Das Schnitzel heißt dann Schnitzel Wiener Art, schmeckt etwas kräftiger und ist preislich günstiger als Kalb.
Vom Metzger geschnitten, richtig dünn
Beim Metzger lässt du die Schnitzel auf 5 bis 7 Millimeter Dicke schneiden. Diese Stärke ist die Basis. Zu Hause klopfst du sie auf gleichmäßige Dicke, damit alle Stücke gleich schnell garen.
Klopfen mit Folie: Schnitzel zwischen Frischhaltefolie legen, mit dem Plattiereisen oder einer schweren Stielkasserolle vorsichtig klopfen. Die Folie schützt die Fasern, das Fleisch dehnt sich gleichmäßig.
Direkt klopfen ohne Folie: Mit einem klassischen Schnitzelklopfer, der eine glatte Seite hat, klopfst du das Fleisch direkt. Schneller, aber das Fleisch verliert mehr Saft. Profis nehmen die Folien-Variante.
Würzen vor dem Panieren: Die geklopften Schnitzel beidseitig mit Salz und Pfeffer würzen. Direkt vor dem Mehlieren, sonst zieht die Würzung Saft.


Drei Schalen, drei Schichten
Die Panade entscheidet, ob das Schnitzel knusprig souffliert oder lasch am Tellerrand liegt. Eine Panierstraße aus drei Schalen ist die Profi-Vorbereitung: Mehl, Ei, Semmelbrösel. Die Reihenfolge ist nicht verhandelbar, jede Schicht hat ihre Aufgabe.
Mehl bindet Fleisch und Ei: Eine Schüssel mit Weizenmehl Typ 405. Das Mehl saugt Restfeuchtigkeit am Fleisch auf und schafft die Verbindung zum Ei. Ohne Mehl rutscht das Ei runter, ohne Ei haften die Brösel nicht.
Ei mit Sahne und Paprika: Eier mit Salz, Pfeffer, Paprika edelsüß und einem Schuss Sahne verquirlen. Die Sahne macht das Ei geschmeidiger, das Paprika gibt der Panade später eine warme Goldfarbe.
Semmelbrösel oder Mie de Pain: Feine Semmelbrösel sind die Standard-Variante. Mie de Pain ist die Profi-Steigerung: getrocknetes Kastenweißbrot ohne Rinde, sehr fein gerieben. Macht eine besonders zarte Knusper-Schicht.
Lager-Teller mit Bröseln: Einen vierten Teller für die fertig panierten Schnitzel mit ein paar Bröseln bestreuen. So weicht die Panade unten nicht durch, während du die nächsten paniert.
Glutenfrei panieren funktioniert genauso: Glutenfreies Universalmehl und glutenfreie Semmelbrösel von Leimer ergeben eine vergleichbare Panade. Alternativ getrocknetes glutenfreies Weißbrot fein reiben.



Im heißen Fett schwimmen
Hier scheiden sich die Schnitzel-Geister. Die Welle in der Panade kommt nicht vom Glück, sondern vom richtigen Fett, der richtigen Menge und der richtigen Bewegung. Köche nennen den Vorgang Soufflieren.
Hohe Pfanne, viel Öl: Eine hohe Pfanne mit etwa 1 bis 1,5 Fingern Öl. Das Schnitzel muss im Fett schwimmen, nicht am Boden festkleben. Reichlich Öl ist hier kein Luxus, sondern Voraussetzung.
Neutrales Öl als Standard: Raffiniertes Rapsöl, Sonnenblumenöl oder Maiskeimöl. Hitzebeständig, geschmacksneutral, ergibt einen reinen Schnitzel-Geschmack ohne Beigeschmack.
Butterschmalz wird süßlich: Wer Butterschmalz verwendet, bekommt eine deutlich süßliche Note. Manche lieben das, ich finde es überlagert das Fleisch zu stark. Wenn Butterschmalz, dann nur halb-halb mit neutralem Öl gemischt.
Schwenken statt liegen lassen: Das panierte Schnitzel ins heiße Fett legen und die Pfanne sofort vorsichtig schwenken. Nicht hektisch, sondern in ruhigen Wellenbewegungen. Das Öl spült über die Panade, sie hebt sich an und wirft die typischen Wellen.
Beidseitig goldgelb backen: Wenn die Unterseite goldgelb ist, einmal wenden. Die zweite Seite braucht etwas weniger Zeit. Schnitzel auf Küchenkrepp kurz abtropfen lassen und sofort servieren.
Butter zum Finishen, nicht zum Braten: Butter verbrennt ab 150 Grad und ist zum Schnitzelbraten ungeeignet. Erfahrene Köche schwenken das fertig gebratene Schnitzel kurz in aufgeschäumter Butter oder Nussbutter als letzten Schliff. Das gibt einen feinen, leicht nussigen Akzent.


Was am häufigsten schief geht
In meinen 35 Jahren in der Küche habe ich jeden möglichen Schnitzel-Patzer gesehen. Die meisten sind vermeidbar, wenn man weiß worauf man achtet.
Fett zu kalt: Das Schnitzel saugt sich voll und wird fettig statt knusprig. Das Öl muss richtig heiß sein, etwa 170 bis 180 Grad. Test: Ein Holzlöffel ins Öl halten, wenn kleine Bläschen aufsteigen, ist die Temperatur richtig.
Zu wenig Öl in der Pfanne: Wenn das Schnitzel nicht schwimmt, bildet sich keine Welle. Lieber etwas mehr Öl nehmen als zu wenig. 1,5 Finger hoch ist die Mindestmenge.
Pfanne nicht geschwenkt: Ohne Bewegung bleibt die Panade flach. Das Schwenken ist nicht optional, sondern der Trick für die gewellte Optik.
Schnitzel zu lange gewartet: Paniertes Schnitzel will sofort in die Pfanne. Wenn es zu lange auf dem Teller liegt, wird die Panade durchweicht und löst sich beim Braten.
Falsche Brösel verwendet: Grobe Paniermehl-Sorten geben eine harte Kruste, die nicht souffliert. Für die Welle brauchst du feine Brösel oder Mie de Pain.
Zu viele Schnitzel auf einmal: Wenn du die Pfanne überfüllst, sinkt die Öltemperatur, das Schnitzel kocht im Fett statt zu braten. Lieber portionsweise braten und die fertigen im 80-Grad-Ofen warmhalten.
Was dazu passt und was nicht
Die Beilagen werden vor dem Schnitzelbraten zubereitet. Klassisch passt Kartoffelsalat, dazu ein gemischter Salat oder Petersilienkartoffeln. Pommes frites sehen viele Wiener Köche kritisch, sind heute aber weit verbreitet.
Wiener Kartoffelsalat als Klassiker: Mein Wiener Kartoffelsalat mit roten Zwiebeln und Estragon-Senf ist die typische Begleitung. Die Kartoffelscheiben bleiben sichtbar, der Salat schmeckt süß-säuerlich.
Bayrisch oder schwäbisch als Alternative: Mein Bayrischer Kartoffelsalat kommt etwas gatschiger daher. Mein Schwäbischer Kartoffelsalat ist schlotzig mit Senf und Essiggurken-Wasser.
Frische Salate als leichte Beigabe: Ein gemischter Salat mit Tomatensalat, Krautsalat oder Gurkensalat bringt Frische auf den Teller.
Petersilienkartoffeln als Sättigung: Einfache Butter- oder Petersilienkartoffeln sind die unaufdringliche Beilage. Norddeutsch passen Bratkartoffeln als kräftigere Variante.
Pommes frites umstritten: Pommes frites sind in der Wiener Tradition kein Begleiter zum Original-Schnitzel. International werden sie oft serviert. Geschmack entscheidet.
Süße Beigaben zum Servieren: Preiselbeeren sind die klassische süße Beigabe. Cranberry-Kompott oder Kirschgrütze als feinere Alternativen.


Zitrone, Preiselbeeren und ein Hauch Geschichte
Das angerichtete Wiener Schnitzel kommt klassisch mit einem Zitronenstern, Preiselbeeren und etwas Petersilie auf den Teller. Die Geschichte des Gerichts ist nicht eindeutig geklärt, das Mailänder Schnitzel als Verwandter taucht in alten Quellen auf.
Zitronenstern statt Zitronenviertel: Aus einer halben Zitrone einen sternförmigen Schnitt. Sieht edler aus als ein Viertel und ist in unter einer Minute gemacht. Im Video weiter unten zeige ich die Technik.
Klassische Profi-Garnitur: Zitrone und Sardellenfilet mit Kapern. Eine optisch und geschmacklich edle Beigabe, die heute selten zu finden ist.
Erste Erwähnung 1908: Das Wiener Schnitzel taucht erstmals in einem Kochbuch von 1908 auf, dort als eingebröselte Kalbsschnitze beschrieben. Herkunft und Ursprung bleiben Spekulation.
Verwandt mit dem Mailänder Schnitzel: Das Mailänder Schnitzel aka Costoletta alla milanese ist ein paniertes Kalbskotelett mit Knochen, in Butterschmalz gebraten. Wird ohne Mehl paniert, nur mit Ei und Semmelbrösel. Eine Steigerung im Geschmack, anders im Charakter.
Gold auf dem Teller als These: Im Mittelalter wurden Speisen in wohlhabenden Kreisen mit Gold verfeinert, um sie optisch aufzuwerten. Eine Überlieferung sieht im goldgelb gebackenen Schnitzel eine Nachahmung dieser vergoldeten Gerichte. Schöne Geschichte, beweisen lässt sie sich nicht.
Was ist der Unterschied zwischen Wiener Schnitzel und Schnitzel Wiener Art?
Wiener Schnitzel ist immer aus Kalbfleisch. Schnitzel Wiener Art bedeutet Schweine-, Puten- oder Hähnchenfleisch in der gleichen Panade. Die Bezeichnung schützt also die Qualität für den Gast in Restaurant und Gasthof.
Welches Mehl nehme ich zum Panieren?
Weizenmehl Typ 405 funktioniert gut für eine glatte Mehlschicht. Wiener Grießler von Rosenmehl ist die feinere Variante für besonders zarte Panade. Bei glutenfreier Ernährung glutenfreies Universalmehl und glutenfreie Semmelbrösel von Leimer.
Wie entsteht die typische Welle in der Panade?
Die Welle entsteht durch das Soufflieren. Das Schnitzel schwimmt im heißen Fett, die Pfanne wird dabei vorsichtig geschwenkt. Das Öl spült über die Drei-Schicht-Panade, sie hebt sich an und wirft die typischen Wellen.
Wie viel Öl brauche ich in der Pfanne?
Etwa 1 bis 1,5 Finger hoch in einer hohen Pfanne. Das Schnitzel muss schwimmen, nicht am Boden braten. Mit weniger Öl funktioniert das Soufflieren nicht, die Panade bleibt flach.
Warum heißt Wiener Schnitzel so?
Die Bezeichnung verweist auf Wien als prägende Stadt für die Zubereitungsart. Erste Erwähnung in einem Kochbuch von 1908 als eingebröselte Kalbsschnitze. Eine eindeutige Herkunft des Gerichts ist nicht überliefert, gut belegt ist die Verwandtschaft zum Mailänder Schnitzel.
Welche Beilagen gehören klassisch dazu?
Klassisch Kartoffelsalat in regionaler Variante, ein gemischter Salat oder Petersilienkartoffeln. Pommes frites gelten in Wien als Fauxpas, sind international aber verbreitet. Preiselbeeren als süße Beigabe sind klassisch.
Vom Klassiker zur Variante
Wer mein Wiener Schnitzel mag, dem empfehle ich auch mein Mailänder Schnitzel als italienischen Verwandten mit Knochen und ohne Mehl in der Panade oder mein Cordon bleu Schnitzel mit Käse-Schinken-Füllung als gefüllte Variante mit Wow-Effekt.
Wer kreativ panieren mag, findet bei meinem Pariser Schnitzel die minimalistische Eimantel-Variante ohne Mehl und Brösel oder bei meiner Cornflakes Panade die knusprige moderne Alternative für Schnitzel und Fisch.
Schreib mir gerne einen Kommentar und teile deine Erfahrung mit diesem Rezept.

Kommentare, Fragen und Antworten
Durchschnittliche Bewertung:
4.06 Von 41 Bewertungen
Nachfolgend kannst du mir direkt schreiben. Ich freue mich über deine Rückmeldung.
Bitte vergiss nicht die Sternebewertung. Fünf Sterne zeigen, dass dir das Rezept besonders gut geschmeckt hat.
Die neuesten Beiträge und Feedbacks findest du hier beim Rezept, alle weiteren im Diskussionsforum.
DiskussionsforumDas war richtig gut 👍
Danke für Deine Bestätigung! Liebe Grüße Thomas
Guten Tag Thomas,
wir haben das Schnitzel nachgekocht und haben sogar die Welle geschafft 🤩 das war prima und hat Freude gemacht.
Optisch und geschmacklich sehr gelungen. Deine Variante der Panade ist schon besonders, wenn man die richtigen, feinen Brösel verwendet.
Wollen beim nächsten die Nussbutter probieren, dafür hat uns diesmal die Zeit nicht ganz gereicht.
Schicken ein fröhliches Danke und liebe Grüße!
Irmi
Liebe Irmi, das freut mich wirklich sehr zu hören, dass euch das Schnitzel so gut gelungen ist und sogar die Welle funktioniert hat! Die richtige Panade macht eben echt den Unterschied, und feinste Brösel sind das Geheimnis. Nussbutter dazu probieren ist eine klasse Idee – das wird bestimmt ein Genuss! Danke für dein fröhliches Feedback und liebe Grüße zurück!
P.S. Probiere Zitronen-Filets und Kapern mit Anchovis zum Nussbutter gebackenen Schnitzel. Das ist die Königsklasse 🙂
Hallo Thomas, ich habe lange nach einer detaillierten Anleitung gesucht, da das Schnitzel bislang immer recht zäh geworden ist und habe mich gefreut, auf deiner Seite fündig geworden zu sein. Allerdings habe ich keine Angabe zur Zeit, die das Schnitzel in der Pfanne sein sollte gefunden. Kannst du mir sagen, woran ich erkenne, dass das Schnitzel durch ist, ohne zäh zu sein? Vielen Dank!
Hallo Bianca,
Verwende Schnitzel vom Kalbsrücken oder Kalbsoberschale, das Fleisch gut klopfen. Wenn das Fleisch sehr frisch ist (Schlachttag) kann es leicht zäh sein.
In der Regel ist Kalbfleisch aber zart. Das panierte Schnitzel nicht zu heiß ausbacken, das Fett darf keinesfalls rauchen. Wenn es eine schöne Farbe angenommen hat ist es in der Regel fertig.
Liebe Grüße Thomas
Hallo Thomas,
Deine Anleitung wurde mir empfohlen und ich hab alles mehrfach gelesen. Bin Kochanfängerin und war gerade im Ausland. Die Schnitzel dort schmecken viel besser wie in Deutschland.
Hab mir Deine Tipps genau gemerkt und dann schon beim Einkaufen auf das richtige Fleisch und die Semmelnbrösel geachtet. Das Schnitzelessen (mit warm halten) für 8 Personen am Wochenende war ein großer Erfolg.
Hab auch deinen Kartoffelsalat mit roten Zwiebeln gemacht, alles wurde gelobt. Das ist echt Top was du da machst! Liebe Grüße Claudi
Hallo Claudi,
Die Anleitung ist ja gewachsen und wurde von mir immer wieder ergänzt. Hatte damals auch eine Deutsche-Koch-App gemacht, das perfekte Wiener Schnitzel. Die war sehr erfolgreich und es gab tolle Rückmeldungen. Daher freut mich auch Deine Rückmeldung besonders, ich mag das Schnitzel nur perfekt mit Preiselbeeren auf dem Teller.
Empfehlen möchte ich Dir das Mailänder Schnitzel, dabei verwendest du ein Kalbskotelett, die Panade ist ohne Mehl, nur mit Ei und Semmelbrösel. Das dicke Kalbskotelett servierst Du innen rosa gebraten. Das ist nochmal eine Steigerung und schmeckt noch viel besser.
Danke fürs Kompliment zum Kartoffelsalat, ich hoffe der findet noch weitere Fans!
Liebe Grüße Thomas
Bestens erklärt, ich habe mich zum Beispiel immer gewundert, warum meine Panade so hart geworden ist, nur frittiert ohne Bewegung und mit den falschen Bröseln wird das halt nicht gut.
Hab mir dann echt vorgenommen das Schnitzel so gut wie im Rezept beschrieben hinzubekommen und deine Anleitung war da genau richtig.
Gutes Kalbfleisch zu bekommen ist in meiner Ecke nicht so einfach, habe es vorbestellt und dann Kalbsrücken bekommen. Zubereitung hat dann am Ende ausgezeichnet geklappt.
Kartoffelsalat gemacht, mit roten Zwiebeln und die Schnitzel schon mal paniert in den Kühlschrank gestellt. Dann noch den Zitronenstern gemacht (der sieht in echt noch schöner aus 🙂
Schnitzel in reichlich Öl ausgebraten, wie vom Thomas gezeigt und danach noch in etwas Butter geschwenkt. Daraus ist mein bestes Schnitzelessen geworden und meine Gäste haben echt gestaunt.
Ein richtiges Schnitzelwunder 🙂
Hallo Mara,
danke für dein ausführliches Feedback. Es freut mich sehr, wenn meine Anleitung Fans findet und der Unterschied bemerkt wird.
Ich hoffe du probierst noch weitere Rezepte von mir aus.
Danke für Dein Vertrauen.
Gruß Thomas
P.S. Ich mag gerade besonders gerne das Mailänder Schnitzel, mein Fleischer hat öfter gute Kalbskoteletts und dann kann ich nicht nein sagen 🙂
Hi Thomas, bin sehr zufrieden, das Schnitzel ist sehr lecker und fein geworden.
Die Anleitung ist sehr gut nachvollziehbar und hilfreich.
Als nächstes probiere ich das Cornflakes Schnitzel. Gruß und eine schöne Zeit!
Hallo Kim,
tolles Feedback, das freut mich… Liebe Grüße Thomas
Beste Anleitung 👍 your Schnitzel makes me…
happy 🤩
🤩🤩🤩🤩🤩
Ha,
das ist ja hier eine geniale Rezeptseite!
Zumindest für Leute wie mich, die beim Kochen motiviert aber ahnungslos wie der erste Mensch vorm Herd stehen, weil sie mal was außer Industrie-Futter essen wollen.
Nachdem ich meiner Pfanne eben panierten Seelachs erfolgreich entlockt habe wird das panierte Schnitzel von Oma mein nächstes Projekt!
Ich fühle mich bestens vorbereitet, die Seite kommt in die Lesezeichenliste 😀
Danke für Dein Kompliment – wünsche dir sehr gutes Gelingen.
Kannst Dich gerne mit Kochfragen melden!
Liebe Grüße Thomas
Echt lässig und wunderbar detailliert, wie du mir hier das Schnitzel zubereiten zeigst.
Hat sehr gut geklappt. Dankeschön! Mit freundlichen Grüßen Erin
Liebe Erin,
freut mich sehr, wünsche Dir weiterhin bestes Gelingen!
Melde dich auch gerne mit Kochfragen 🙂
Liebe Grüße Thomas
Hallo Thomas,
Super 🙂 Wow, einfach nur wow!
Ich habe selten ein so gutes Rezept online gefunden.
Schon beim Lesen lief mir das Wasser im Mund zusammen, und das Schnitzel hat alle Erwartungen übertroffen.
Liebe Grüße
Danke Danke Julia, für die Blumen und das positive Feedback!
Liebe Grüße und weiterhin gutes Gelingen!
Thomas