Dieses einfache Spargelgericht muss jeder Hobbykoch kennen

Autor:
Chefkoch Thomas Sixt ist Food Fotograf, Kochbuchautor und Blogger.
Hier teilt er Rezepte, beantwortet Kochfragen und hilft beim Kochen.
Klassisch ist gut – aber es geht auch schneller
Spargel servieren wir oft ganz klassisch: als Stangen, sorgfältig geschält, in Wasser gegart und angerichtet mit Butter, Nussbutter, Sauce Hollandaise oder Béarnaise.
Das schmeckt, keine Frage. Aber wenn es unter der Woche schnell gehen soll oder du einfach Lust auf etwas anderes hast, empfehle ich dir diese Variante. Sie ist unkompliziert, schneller fertig – und bringt trotzdem den vollen Spargelgeschmack auf den Teller.
Weiß oder grün? Beides geht!
Ich nehme weißen oder grünen Spargel – je nachdem, was ich gerade bekomme.
Den weißen Spargel schäle ich vollständig, direkt unter der Spitze beginnend. So entferne ich alle faserigen Anteile, die später stören würden.
Beim grünen Spargel genügt es, nur die Enden abzuschneiden oder – wenn nötig – das untere Drittel leicht zu schälen. So ist der grüne Spargel schneller vorbereitet.
Anstatt die Stangen im Ganzen in reichlich Salzwasser zu garen, schneide ich sie schräg in schöne, mundgerechte Stücke. Das spart Zeit und sieht beim Servieren gut aus.


Spargel schneiden, würzen, dünsten – fertig
Die Spargelstücke kommen direkt in die Pfanne – mit etwas Butter, einer Prise Salz, frisch gemahlenem Pfeffer, frisch geriebener Muskatnuss und einem Hauch Cayennepfeffer sowie Zucker.
Dann lege ich den Deckel auf und lasse die Spargelstücke bei mittlerer Hitze im eigenen Saft dünsten.
So bleibt das Aroma erhalten, die Farbe kräftig und der Biss genau richtig. Und: Die Küche duftet sofort nach Spargel und Frühling 😊


Lauch, Kartoffeln und Bärlauch – so wird’s ein Gericht
Dazu schneide ich Lauch in feine Ringe und dünste ihn kurz mit – das passt wunderbar zum Spargel. Wenn du es sättigender magst, gib einfach vorgekochte Kartoffelwürfel in die Pfanne.
So entsteht ein unkompliziertes Gemüsegericht, das sich auch abends schnell zubereiten lässt und gut satt macht.
Ich esse das Spargelgemüse sogar gelegentlich aufs Butterbrot gelegt – ein Löffel Bärlauchöl, frisch geschnittener Bärlauch oder etwas Bärlauchpesto dazu – schon wird daraus ein echtes Frühlings-Fingerfood.
Für Gäste kombiniere ich das Spargelbrot gern mit Bärlauchsuppe. Das ist eine kleine, runde Mahlzeit oder ein schöner Einstieg in ein Menü.
Gericht-Tipp mit Pasta:
Weil wir sie alle lieben – die Spaghetti:
Du kannst das Spargelgemüse auch direkt mit gekochten Spaghetti kombinieren. Kräuter und Parmesan dazu – das schmeckt herrlich gut!
Das Next-Level-Spargelgemüse habe ich bereits an anderer Stelle vorgestellt: Kombiniert mit Morcheln wird eine echte Feinschmeckerei daraus.
Mit Spargelsoße und Stremellachs wird es zu einem wunderbaren Fischgericht.


Tipps vom Koch Thomas Sixt
–> Schneide die Spargelstücke ruhig etwas schräg – das sieht nicht nur besser aus, sondern gart auch gleichmäßiger.
In der Pfanne ist das ein echter Vorteil. Durch die schrägen Stücke entsteht auch mehr Fläche am Gemüse, Gewürze und Butter bleiben besser daran haften.
–> Muskatnuss und Cayenne geben dem Spargelgemüse genau die richtige Würze – aromatisch, aber nicht übertrieben.
Das passt perfekt zu Butter und Frühlingskräuter. Du kannst das Gemüse harmonische mit etwas Zucker abschmecken und so den Geschmack perfekt steuern.
–> Diese Zubereitung passt sich jeder Gelegenheit an – als Beilage, kleines Hauptgericht oder aufs Brot.
Besonders mit Bärlauch, Liebstöckel, Schnittlauch kombiniert schmeckt es richtig rund.
Wünsche Dir in diesem Jahr die beste Spargelzeit!



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