Süßer Mürbeteig Grundrezept mit Schritt-für-Schritt Anleitung

ist Koch, Food-Fotograf und Autor aus Deutschland. Seine Rezepte basieren auf 30 Jahren Küchenerfahrung und sind garantiert gelingsicher.

Dieses Grundrezept für süßen Mürbeteig stammt aus meiner Lehrzeit in der Pâtisserie und basiert auf dem bewährten 1-2-3-Teig.

Du lernst hier Schritt für Schritt, wie du Mürbeteig perfekt zubereitest – ob mit Weizenmehl, Dinkel oder glutenfrei.

Ich zeige dir typische Fehler und wie du sie vermeidest. So gelingen dir Tartes, Plätzchen und Kuchen wie vom Profi.

Süßer Mürbeteig Rezept Bild

Mürbeteig Grundrezept aus dem Fachbuch

Das Originalrezept stammt aus dem Fachbuch Der junge Koch – Die junge Köchin.

Süßer Mürbeteig Grundrezept

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Kochlevel:Einfach
Portionen:12
Kalorien:253
Vorbereitungszeit:15 Min.
Zubereitungszeit:100 Min.
Zeit gesamt:115 Min.
Kategorie:Backrezepte
Süßer Mürbeteig Rezept Bild

Zutaten

300 g Mehl

200 g Butter kalt

100 g Zucker

1 Stück Eier

1 Stück Bio-Zitrone

2 Päckchen Vanillezucker

2 Prisen Ursalz

Küchen-Arbeitsgeräte zu diesem Rezept:
  • Arbeitsschüsseln
  • Backschüssel
  • Frischhaltefolie
  • Handrührgerät mit Knethaken
  • Kochmesser
  • Kuchenform
  • Mehlsieb
  • Nudelholz
  • Schneidebrett
  • Teigkarte

Entdecke alle Küchen-Arbeitsgeräte die ich als Koch empfehle.

Anleitung

Zubereitungsschritt 1

Zutaten vorbereiten

Mürbeteig-Zutaten kurz vor der Zubereitung bereitstellen.

Hinweis: Hier fehlt das Ei, dieses habe ich in Arbeitsschritt 3 extra aufgeführt, damit es nicht vergessen wird.

Die Butter bitte kalt.

Zutaten für Mürbeteig: Butter, Zucker, Mehl und Salz auf schwarzem Untergrund. Das Ei Fehlt noch.
Zubereitungsschritt 2

Teig vorbereiten

Zucker und in Scheiben geschnittene kalte Butter in eine Backschüssel geben.

Optional abgeriebene Schale einer halben oder ganzen Zitrone hinzufügen.

Süßer Mürbeteig zubereiten erster Step
Zubereitungsschritt 3

Ei ergänzen

Das Ei dazu geben.

hühnerei aufgeschlagen in einer schüssel
Zubereitungsschritt 4

Knethacken verwenden

Mit den Knethacken und schnellen Bewegungen verarbeiten.

Mürbeteig-Zutaten mit Knethaken in einer rosa Rührschüssel.
Zubereitungsschritt 5

Mehl sieben

Das Mehl in die Backschüssel sieben.

Gesiebtes Mehl wird in eine Schüssel mit weiteren Zutaten gegeben.
Zubereitungsschritt 6

Teig verreiben

Die Teigzutaten mit dem Knethacken von außen nach innen in der Schüssel flink verreiben und verarbeiten.

Mürbeteig Zutaten vor dem Verkneten mit der Hand
Zubereitungsschritt 7

Teig verkneten

Den Mürbteig kurz mit einer Hand final verkneten.

Fertig gekneteter Mürbeteig in einer rosa Rührschüssel.
Zubereitungsschritt 8

Teig verknetet

Der fertig Mürbeteig sollte nun so aussehen.

Süßer Mürbeteig Rezept Bild
Zubereitungsschritt 9

Teig einpacken

Den Teig zu einem Ziegel geformt auf Frischhaltefolie legen.

Frisch gekneteter Mürbeteig auf ausgebreiteter Klarsichtfolie.
Zubereitungsschritt 10

Teigruhe

Den Teig in Frischhaltefolie einpacken und für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank legen.

In Frischhaltefolie eingewickelter Mürbeteig auf dunkler Arbeitsfläche.
Zubereitungsschritt 11

Teig verarbeiten

Den Teig nach Wunsch ausrollen und verarbeiten.

Ich wünsche gutes Gelingen!

Ausgerollter Mürbeteig auf Backpapier, bestäubt mit Mehl.

Ein Rezept ist ein Anfang. Verständnis macht dich unabhängig.

In Kochen mit System zeige ich dir, wie du Abläufe steuerst, Fehler erkennst und mit Klarheit kochst – statt nur Schritte abzuarbeiten.

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Kalorien und Nährwerte

Der Teig ist ein Basisrezept, und deshalb ist die Kalorienberechnung für mich wichtig.

Die Nährwerte verändern sich nur geringfügig, wenn du Vollkornmehl, Dinkelmehl oder glutenfreies Mehl verwendest.

Da du mit der Teigmenge eine Tarte-Hebeform gut füllen kannst, habe ich die Nährwerte für 12 Portionen berechnet.

Nährwerte pro Portion
Energie 253

Fett gesamt 14 g 18 %∗; davon gesättigte Fettsäuren 9 g 45 %∗; Cholesterin 51 mg 17 %∗; Natrium 136 mg 6 %∗; Kohlenhydrate gesamt 29 g 11 %∗; davon Ballaststoffe 1 g 4 %∗; davon Zucker 9 g; Eiweiß 3 g; Kalium 46 mg 1 %∗.

∗ Prozent des Tagesbedarfs auf Grundlage einer täglichen Energiezufuhr von 2.000 Kalorien. Der tatsächliche Bedarf kann individuell höher oder niedriger sein.

Mürbeteig für Kuchen, Plätzchen, Tartes

Süßer Mürbeteig ist die klassische Basis für viele beliebte Backrezepte – von einfachen Kuchen mit Obst bis hin zu aufwendigeren Tartes und selbst gemachten Plätzchen.

Warum heißt dieser Teig 1-2-3- Teig?

Das bewährte Grundrezept enthält Mehl (3 Teile), Fett (2 Teile), Zucker (1 Teil) und Ei (1 Stück auf das Grundrezept).

Diese Kombination kennen wir wie ausgeführt als 1-2-3- Teig, die Zutaten und die Verarbeitung sorgt für eine feine, zarte Konsistenz und einen angenehm buttrigen Geschmack.

Besonders in der Weihnachtszeit wird Mürbeteig für Weihnachtsplätzchen geschätzt, während er das ganze Jahr über für süße Tartes oder Obstkuchen mit Mürbeteigboden zum Einsatz kommt.

In Deutschland ist der Teig in leichter Abwandlung auch die Basis für die beliebten Nussecken.

Im Vergleich zur herzhaften Variante für Quiches wird bei der süßen Version bewusst auf Zucker und Aromen wie Vanille oder Zitrone gesetzt. Mein Rezept salziger Mürbeteig für Quiche ergänze ich demnächst.

Mürbeteig für Nussecken gebacken
Mürbeteig für Nussecken backen
Eingelegter Mürbeteigboden in der Tarteform.
Der süße Mürbeteig in der Tarteform

Mürbeteig gelingsicher zubereiten

Typische Fehler beim Mürbeteig vermeiden – so gelingt dir der perfekte Kuchenboden

Warum klebt der Mürbeteig beim Ausrollen? Warum reißt er beim Einlegen in die Form?

Und weshalb wird der Boden nach dem Backen plötzlich hart, brüchig oder sogar matschig?

Solche Probleme begegnen vielen Hobbybäckern – doch sie lassen sich mit dem richtigen Know-How vermeiden.

Mein Tipp als Koch

Als Koch empfehle ich dir, lieber auf Ei im Mürbeteig zu setzen.

Ohne Ei fehlt es dem Teig je nach Mehlsorte an Bindung – das Ergebnis kann trocken oder gatschig werden.

Mit dem klassischen und erprobten Rezept aus dem Fachbuch gelingen dir Kuchenböden und Tartes wie aus der Pâtisserie.

Buttertemperatur – der wichtigste Faktor bei der Teigzubereitung

Die Temperatur der Butter spielt beim Mürbeteig eine zentrale Rolle.

Nur kalte Butter sorgt dafür, dass der Teig beim Kneten seine typisch mürbe, zarte Konsistenz entwickelt.

Für eine schnelle Verarbeitung empfiehlt sich die Verwendung von Knethaken – wichtig ist dabei ein zügiges Arbeiten.

Wird die Butter zu weich oder gar flüssig, gerät das Verhältnis von Fett und Mehl aus dem Gleichgewicht.

Der Teig wird klebrig, lässt sich schlecht formen und verliert beim Backen seine Stabilität.

Teigruhe – unverzichtbar für ein gutes Ergebnis

Am besten bereitest du den Teig schon am Vortag zu und lässt ihn, in Frischhaltefolie verpackt, über Nacht im Kühlschrank ruhen.

Die Ruhezeit sorgt dafür, dass sich die Zuckerkristalle gleichmäßig auflösen und der Teig gut formbar bleibt.

Falls du weniger Zeit hast, genügt auch eine Kühlzeit von 30–40 Minuten – vorausgesetzt, die Verarbeitung war korrekt und der Teig wurde nicht überknetet.

Wenn der Teig klebt – richtig reagieren

Klebt der Teig stark beim Ausrollen, ist er meist zu warm geworden. Dann hilft es, ihn erneut zu kühlen.

Eine leicht bemehlte Arbeitsfläche hilft beim Ausrollen.

Ich rolle Mürbeteig am liebsten zwischen zwei Bögen Backpapier aus, mit Mehl – das verhindert Kleben und erleichtert das spätere Einlegen in die Form oder das Ausstechen.

Wenn der Teig reißt – Ursachen und Lösungen

Reißt der Teig schon beim Ausrollen ein, ist er oft zu kalt oder zu trocken.

Decke den Teig ab und warte in dem Fall einen Moment ab, bis er etwas weicher wird.

Danach lässt er sich meist problemlos verarbeiten.

Mehlsorten – klassische und glutenfreie Varianten

Mürbeteig gelingt mit Weizenmehl ebenso wie mit Dinkel, Buchweizen oder glutenfreien Mehlmischungen.

Mit klassischen Getreidemehlen wie Weizen oder Dinkel ist die Verarbeitung durch den Glutengehalt einfacher – die Teigbestandteile verbinden sich besser und bleiben elastisch.

Bei Buchweizen- oder glutenfreien Mehlen verzichte ich auf eine lange Teigruhe:

Eine Kühlzeit von 30 Minuten reicht meist aus. Nach längerer Kühlung wird der Teig schnell steinhart – das liegt am höheren Stärkeanteil und dem fehlenden Gluten.

Statt Aufwärmzeit empfehle ich, den Teig direkt weiterzuverarbeiten (kurze Ruhezeit) – das spart Zeit und liefert bessere Ergebnisse.

Backen – auf die Temperatur kommt es an

Ich backe meine Mürbeteige grundsätzlich im vorgeheizten Ofen.

Falsch eingestellte Temperaturen können das Fett im Teig zum Austreten bringen – das Backergebnis leidet darunter deutlich.

Für Kekse und Tarteböden empfehle ich 180–190 °C Ober-/Unterhitze oder Heißluft. Ich heize den Ofen stets auf 200 °C vor, da beim Öffnen der Tür ein deutlicher Temperaturverlust entsteht – so bleibt die Backraumtemperatur stabil und der Teig gelingt beim Backen gleichmäßig.

Wenn du Obstkuchen oder Tartes zubereitest, solltest du Mürbeteig blind backen – nur so wird der Boden fest und weicht nicht durch.

In meiner Online Kochschule findest du noch weitere hilfreiche Koch- und Backtipps.

Im Blogartikel „Warum ich keine Zeitschriften-Rezepte mehr backe“ erfährst du übrigens, wie ein Kuchen trotz guter Zutaten scheitern kann – und warum das Blindbacken für Tartes der Schlüssel zum Gelingen ist.

Backrezepte mit Mürbeteig

Lass dich inspirieren: Bei meinen Rezeptideen findest du feine Tartes und Kuchen mit Mürbeteig – ideal für deinen Kaffeeklatsch, ganz gleich ob im Frühling, Sommer oder Herbst.

Sauer macht lustig – besonders wenn es Rhabarber ist!

Die Rhabarbertarte gehört für mich zum Frühling wie die ersten Sonnenstrahlen. Ihr fruchtig-säuerliches Aroma harmoniert wunderbar mit der leichten Füllung.

Mein Mürbeteig ist hier die ideale Basis – knusprig, buttrig und ein geschmacklicher Gegenpol zur feinen Säure des Gemüses. Ein echter Frühlingsklassiker, der immer begeistert.

Fruchtig und süß wird’s mit der Erbeertarte

Kurz nach dem Rhabarber übernehmen die ersten Erdbeeren die Hauptrolle: Die klassische Erdbeertarte auf knusprigem Mürbeteigboden ist ein echter Liebling.

Als Koch empfehle ich dir hier nochmals, den Teig blind zu backen – so bleibt er schön knackig, auch wenn du ihn mit einer Füllung ergänzt und nach dem Backen mit frischen Früchten belegst.

Zitronen Tarte – ein Hauch Frankreich auf deinem Tisch

Für Genießer frischer Zitrusnoten bringt meine Zitronen-Tarte französisches Flair auf den Teller.

Die cremige Füllung mit Zitrusaromen wird durch das süß-säuerliche Zitronen-Topping perfekt ergänzt. Einfach, elegant – und wunderbar erfrischend.

Schokoladentraum mit Biss – die edle Schokoladentarte

Besonders edel und intensiv im Geschmack ist meine Schokotarte – ein abgewandeltes französisches Rezept.

Der Mürbeteig wird hier mit Buchweizen zubereitet und mit einer fantastischen Schokoladenfüllung ergänzt.

Diese Tarte gelingt dir rund ums Jahr und lässt sich hervorragend vorbereiten. Sie ist ideal, wenn Gäste kommen – denn Schokolade als Dessert kommt immer gut an.

Mein Tipp für spontane Backfreude:
Ob fruchtig, cremig oder schokoladig – Mürbeteig ist die perfekte Basis für einfache und köstliche Backideen.

Als Koch und Backprofi empfehle ich dir, gleich eine Portion Teig auf Vorrat zu machen und portionsweise einzufrieren – so hast du jederzeit die Grundlage parat, wenn dich die Backlust packt.

Nachfolgend findest du die genannten Rezepte mit Bild – zum einfach Weiterklicken und Nachbacken.

Kleine Kuchen mit Obst
Kleine Kuchen aus der französischen Backstube. Aprikosentarte, mit karamelisierten Erdbeeren, Tarte au Citron und Kirschtarte.

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