Schmorgemüse: im Ofen einfach gemacht
Dieses Schmorgemüse entsteht fast von selbst im Ofen.
Du schneidest das Gemüse, würzt es und gibst alles in den Bräter. Die Hitze übernimmt den Rest. Dabei entwickelt sich ein intensiver Geschmack aus wenigen Zutaten. Das Besondere: Die Tomaten gare ich bewusst separat. Sie geben Saft ab, reduzieren leicht und werden zur natürlichen Sauce des Gerichts.Als Koch empfehle ich dir dieses Gericht, wenn du wenig Aufwand möchtest und trotzdem ein überzeugendes Ergebnis auf dem Teller haben willst.
Schmorgemüse aus dem Ofen
| Kochlevel: | Einfach |
| Portionen: | 2 |
| Vorbereitungszeit: | 15 Min. |
| Zubereitungszeit: | 35 Min. |
| Zeit gesamt: | 50 Min. |

Zutaten
Gemüse
200 g Cocktailtomaten
1/2 Stück Fenchel
1 Stück Knoblauchknolle
2 Stück rote Spitzpaprika
4 Stück Schalotten
5 Stück kleine Kartoffeln
Gewürze
40 ml Olivenöl
5 Prisen Salz
3 Prisen Zucker
3 Prisen schwarzer Pfeffer
Küchen-Arbeitsgeräte zu diesem Rezept:
- Auflaufform
- Backofen
- Bräter
- Gemüsemesser
- Löffel
- Pendelschäler
- Pfeffermühle
- Schneidebrett
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Anleitung
Zubereitungsschritt 1Vorbereiten
Backofen bei 220 °C Heißluft vorheizen, alternativ Unter- und Oberhitze verwenden, dann jedoch nur ein Ofengitter mittig einschieben und Bleche entnehmen.
Tomaten waschen und in eine kleine Ofenschale geben, direkt in den Bräter stellen.
Fenchel beginnend am Strunk in 5 Stücke schneiden.
Kartoffeln waschen, schälen und vierteln.
Knoblauchknolle halbieren und Schalotten geschält mit dem restlichen Gemüse in den Bräter legen.

Schmoren
Gemüse und Tomaten mit dem Olivenöl beträufeln. Gemüse mit Salz und Pfeffer würzen, Tomaten und Knoblauch zusätzlich mit etwas Zucker.
Das Gemüse in den Ofen schieben und den Küchenwecker auf 30 Minuten stellen.

Servieren
Nach Ablauf der Zeit das Gemüse probieren: Kartoffeln sollten weich sein, bei Bedarf die Garzeit um 5 Minuten verlängern.
Das Gemüse danach auf heißen Tellern anrichten, mit Olivenöl beträufeln, mit Parmesanspänen dekoriert servieren. Ich habe Mandelpesto dazu gereicht.

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1. Mein Schmorgemüse Prinzip
Die Stärke dieses Gerichts liegt in der Zubereitungsform. Du arbeitest mit dem richtigen Gemüseschnitt, mit Hitze und Zeit. An den Schnittflächen entstehen beim Schmoren leichte Röstaromen, die den Geschmack verstärken und das Gemüse interessant machen.
Lege das geschnittene Gemüse geschickt in den Bräter. Die Paprikastücke können kreuz und quer liegen, damit die Hitze unterschiedlich stark wirken kann. Die Schalotten dürfen schön karamellisieren, das gibt dem Gericht einen spannenden Geschmack.
Die Kartoffeln schäle ich bei diesem Rezept und teile sie je nach Größe in Viertel oder Achtel. Geschälte Kartoffeln rösten besser, sehen besser aus und nehmen später die Sauce gut auf. Die im Ganzen halbierte Knoblauchknolle ist auf dem Teller eine Augenweide. Du kannst die geschmorten Zehen mit einer Gabel einfach herauspicken.
Ähnlich, aber anders: Meine Ofenkartoffeln mit Schale und mein einfaches Ofengemüse.

2. Tomatenfond zum Schmorgemüse
Die Tomaten gare ich bewusst separat in einer kleinen Auflaufform, die ich direkt mit in den Bräter stelle.
Diese Zubereitungsart kennst du vielleicht schon von meiner Tomatensoße aus frischen Tomaten im Ofen. Mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker gewürzt, platzen sie beim Schmoren auf, der Saft tritt aus und reduziert leicht. Es entsteht ein konzentrierter, natürlicher Tomatenfond.
Diesen Fond gieße ich nicht über das Gemüse, sondern serviere extra in einer kleinen Espressotasse oder einem Shotglas. Für besondere Anlässe lässt er sich mit wenigen Tropfen Gin zu einer spannenden Geschmacksvariante abrunden.
3. Schmorgemüse richtig schneiden
Der Schnitt entscheidet über das Ergebnis. Die Kartoffeln sollen weich werden, der Fenchel darf nach dem Schmoren noch bissfest sein, die Paprika darf weicher sein, weil sie dann ihr Aroma cremig entfaltet. Bitte beachte dafür die Schritt-für-Schritt-Bilder beim Rezept.
Fenchel schneide ich vom Strunk aus in 5 Stücke, Kartoffeln werden geviertelt, Schalotten bleiben geschält im Ganzen. Die Knoblauchknolle halbiere ich quer, damit die Schnittfläche direkt auf dem heißen Bräter liegt.

4. Bräter statt Backblech
Das vorbereitete Gemüse kommt bei mir direkt in den Bräter.
Der Kupferbräter ist für diese Zubereitung optimal. Die Hitzeverteilung und die Kontakthitze funktionieren besser als auf dem Backblech mit Backpapier.
Das Backpapier kannst du heute sparen, es würde keinen Vorteil bringen.
Heize den Backofen bei 220 °C Heißluft vor, bevor du mit dem Vorbereiten vom Gemüse beginnst. Bereite ein mittig eingeschobenes Ofengitter vor, darauf platzierst du nachher den Bräter.
Die hohe Temperatur ist ideal. Ich benötige zum Vorbereiten vom Gemüse in der Regel weniger als 12 Minuten, die Garzeit im Ofen beträgt ca. 30 Minuten.
So steht in weniger als 50 Minuten ein schnelles vegetarisches Essen auf dem Tisch.
Diese Art der Zubereitung ist ein tolles Beispiel, wie du die Hitze für dich arbeiten lassen kannst. Während das Gemüse im Ofen gart, bleibt noch Zeit zum Tischdecken und zum Vorbereiten der Getränke.
5. Fragen zum Schmorgemüse
Macht das Wenden vom Gemüse Sinn?
Nein. Das Gemüse gart bei richtiger Platzierung optimal. Jedes Öffnen des Ofens kostet Temperatur und verlängert die Garzeit.
Welche Gewürze passen zum Schmorgemüse?
Das Gemüse selbst bleibt neutral gewürzt mit Salz und Pfeffer. Den Tomatenfond ergänze ich gerne mit Oregano, Majoran oder Basilikum.
Wie serviere ich Schmorgemüse ansprechend?
Als vegetarisches Hauptgericht dekoriert mit Parmesanspänen und einem Löffel Mandelpesto, Pesto Genovese oder im Frühling Bärlauchpesto. Den Tomatenfond extra dazu reichen.
6. Schmorgemüse kombinieren
Das Schmorgemüse ist ein vollwertiges vegetarisches Hauptgericht, lässt sich aber ebenso als Beilage einsetzen. Ich habe es zum gegrillten Schwertfisch serviert, wo es harmonisch und ausgewogen wirkt.
Kombiniere es auch zu Filetsteak, Putenschnitzel, Brathähnchen, knusprig gebratener Entenbrust oder Wachtel. Die Röstaromen und der Tomatenfond passen zu vielen Hauptgerichten.
Kommentare, Fragen und Antworten
Danke dir für dein tolles Feedback. Das freut den Koch 😎
Liebe Grüße Thomas
Hallo Thomas,
echt eine super Idee und die Zubereitung völlig anders gedacht.
Uns hat der Tomatenfond zum Ofengemüse ausgezeichnet geschmeckt und wir machen das gerne wieder. Alle Daumen hoch 👍 und beste Grüße!