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Weihnachtsgerichte: Was du beim Vorbereiten nicht übersehen solltest

Weihnachtgerichte vorbereiten Teaser Bild
Collage mit Weihnachtsgerichte und Küchenwecker

Autor:  ist Koch, Food-Fotograf und Autor aus Deutschland. Seine Rezepte basieren auf 30 Jahren Küchenerfahrung und sind garantiert gelingsicher.

Weihnachtsgerichte scheitern selten am Geschmack. Sie scheitern fast immer an der Vorbereitung.

Nicht, weil jemand nicht kochen kann. Sondern weil zu spät entschieden wird, was Zeit braucht und was nicht.

Viele versuchen, alles frisch zu machen. Alles gleichzeitig. Alles auf den Punkt. Das klingt richtig, führt in der Praxis aber zu Stress, Hektik und lauwarmem Essen.

Dabei liegt der Schlüssel woanders.

Die Entscheidung für das Wann

Ein gutes Weihnachtsessen entsteht nicht am Herd, sondern Stunden vorher. In der Entscheidung, was langsam gehen darf und was schnell gehen muss.

Ein einfaches Beispiel sind Würstchen mit Kartoffelsalat. Die Würstchen brauchen Minuten. Der Kartoffelsalat braucht Zeit. Mindestens eine Stunde, besser mehr. Nicht, damit er warm bleibt, sondern damit er durchzieht. Damit sich Säure, Kartoffeln und Gewürze verbinden. Das Gericht steht und fällt nicht mit dem Würstchen, sondern mit der Geduld beim Salat.

Würstchen mit Kartoffelsalat
Weihnachtsklassiker Würstchen

Ähnlich ist es bei Ente und Gans. Viele beginnen viel zu spät. Dabei gehören diese Gerichte am Vormittag in den Ofen. In Ruhe. Ohne Zeitdruck. Danach dürfen sie ruhen. Fett wird abgegossen, die Soße gekocht, abgeschmeckt und reduziert. Beilagen lassen sich vorbereiten. Am Abend wird alles erhitzt, glasiert und serviert. Das Essen ist heiß, die Küche ruhig und der Kopf frei.

Auch klassische Braten profitieren davon. Ein Braten wird nicht schlechter, wenn er vorbereitet und später nochmal erhitzt wird. Im Gegenteil. Ruhe macht ihn saftiger. Stress macht ihn trocken. Wer den Braten rechtzeitig fertig hat, gewinnt Zeit für das, was am Schluss zählt.

Fisch ist der Gegenpol. Hier gilt das genaue Gegenteil. Fisch verzeiht kein Warten. Deshalb werden zuerst Soße und Beilagen fertiggestellt. Teller werden vorbereitet, Hitze ist da. Der Fisch kommt ganz zum Schluss. Kurz, konzentriert, ohne Unterbrechung. Alles andere steht bereits.

Die Reihenfolge verstehen

Der häufigste Fehler ist, Bestandteile eines Gerichts zur falschen Zeit zuzubereiten. Alles gleichzeitig machen zu wollen, ist ebenso ein Fehler. Entscheidend ist, alles der Reihe nach, sinnvoll und mit Verständnis für das Produkt zuzubereiten.

Die Zubereitung verschiedener Bestandteile erfordert Prioritäten. Das gilt bei Weihnachtsgerichten besonders. Wer vor dem Kochen entscheidet, was langsam geht und was schnell sein muss, kocht ruhiger. Und serviert besser.

Vorbereitung ist keine Nebensache. Sie ist die eigentliche Kochleistung.

Vielleicht ist genau das der Punkt, den viele übersehen. Nicht das Rezept. Nicht die Technik. Sondern die Zeit.

Planung und Zeitmanagement beim Kochen vermittle ich in meiner Masterclass KochenMitSystem. Es geht um Basiswissen, das Abläufe erleichtert und Entscheidungen ermöglicht, die gutes Kochen ausmachen.

Vortrefflich passendes

Diese Gerichte und Ideen greifen den Gedanken auf und führen ihn in die Küche zurück:

➽ Übersicht Weihnachtsessen

➽ Übersicht Weihnachtsrezepte

➽ Würstchen mit Kartoffelsalat

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